Advent im Erzgebirge

Rund 1.500 Kinder erwecken Spieldose in „Wichtelwerkstatt“ zum Leben.

30. November 2014

Veranstaltungen „Advent im Erzgebirge“ und „Wichtelwerkstatt“ stimmen Familien auf das nahende Weihnachtsfest ein. Freiberger Zinngießerei Barthel mit der „Lore“ für ausgezeichnetes Kunsthandwerk prämiert.

Rund 1.500 Kinder erfüllten an diesem Wochenende den Kleinen Saal der Stadthalle mit Leben. Bei der Gipsherstellung im „Atelier Formschön“, in der Werkstatt von „Meister Holzwurm“, beim Plätzchenbacken im „Knusperhaus“ und an vielen anderen Stationen mehr konnten die jungen Stadthallenbesucher ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, stündlich die Spieldose im Herzen der „Wichtelwerkstatt“ zum Leben zu erwecken.
 
Aber auch die rund 60 Kunsthandwerker in den Foyers der Stadthalle sorgten mit traditionellem und modernem Weihnachtsschmuck und Schauvorführungen für strahlende Augen bei den insgesamt rund 11.000 Besuchern. Erstmals durften sie dabei traditionell vogtländischen Weihnachtsschmuck, darunter Moosmänner und Zuchermänneln, bestaunen. Das diesjährige Schaustück, bestehend aus ca. 100 vielfältigen erzgebirgischen Lichtträgern, war ein ganz besonderer Glanzpunkt der Handwerksschau. Unter dem Motto „Dr Himmel is e Lichterbugn“ zauberten Adventslaternen, Lichterhäuser, Hängedrehleuchter und Hängepyramiden, Schwibbögen und Adventssterne ein wahres Lichtermeer im Foyer. Im Mittelpunkt dieses liebevollen Arrangements thronten drei Meter hohe Großpyramiden.
 
Mit dem Preis der Tage der erzgebirgischen Foklore, der „Lore“, wurde die Freiberger Zinngießerei Wolfgang Barthel ausgezeichnet. Die Fachjury um Dipl.-Designer Rolf Büttner (Leiter der Volkskunstschule Oederan, Augustusburg), Reinhard Kühn (langjähriger Veranstaltungsleiter der Stadthalle Chemnitz und Initiator der Veranstaltung, Chemnitz), Steffen Lubojanski (Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e.V., Neukirchen), Journalist Dr. Hans-Joachim Schwochow aus Schwarzenberg und Elvira Werner (wiss. Mitarbeiterin sächsische Landesstelle für Museumswesen, Fachbereich Volkskultur, Chemnitz) begründeten die Wahl mit dem hohen Niveau der Produktpräsentation und Vorführung des Handwerks. Geduldig erklärte Firmenchef Wolfgang Barthel interessierten Besuchern die Herstellung und historische Entwicklung seines Handwerks. Nur wenige Kenner des erzgebirgischen Kunsthandwerks wissen, dass die figürliche Darstellung im Erzgebirge ihren Ursprung in der Zinnherstellung hatte.
 
Neben der Wichtelwerkstatt und den Angeboten der Kunsthandwerker boten auch zahlreiche kulturelle Programme vorweihnachtliche Unterhaltung. Rund 1.500 Besucher genossen im Großen Saal am Samstag das traditionelle folkloristische Programm „Advent in unner Haamit“. Das Weihnachts- und Musicalprogramm „Studio W.M. zu Besuch im Weihnachtsland“ war mit mehr als 1.800 Besuchern restlos ausverkauft.